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| Die Automobilindustrie ist die Langzeitstrategie |
Die
Produktion des slowakischen Aluminium-Giganten - der Gesellschaft ZSNP
a.s. Žiar nad Hronom gehört mit seiner Qualität zur Weltspitze. Im Handelsradius
von 1000 Kilometern gibt es in Hinblick auf Technologie- und Umweltschutz-Parameter
keinen konkurenzfähigen Elektrolysebetrieb. Auch deshalb gibt es reale
Ambitionen der ZSNP a.s., ihre Kooperation mit Volkswagen bei der Herstellung
von Alu-Abgußen für die Automobilindustrie zu intensivieren. Unsere Informationen
in dieser Richtung bestätigte auch das Gespräch mit dem Generaldirektor
von ZSNP a.s. Dipl.-Ing. Jozef Pittner, Dr.h.c..
Der Markt in der Bundesrepublik Deutschland ist für slowakische Exporteure der wichtigste von den EU-Ländern. Gilt das auch für ZSNP a.s. ? Wie entwickelte sich in den letzten Jahren der Export Ihrer Firma in dieses Land, wie ist seine Struktur und wie sehen die Perspektiven aus?
Auch für die Unternehmensgruppe ZSNP ist der Markt in Deutschland besonders wichtig. Wir plazieren auf diesen Markt Aluminium, Kohlenstoff-Materialien, Aluminium-Oxide, Alu-Abguße, Sonnenkolektoren und Bauelemente. Im Jahre 1996 erreichte unser Export in dieses Territorium fast 700 Mill. Kronen, 1997 waren es mehr als 1,2 Mrd. Kronen und in den ersten 5 Monaten 1998 waren es bereits mehr als 505 Mill. Kronen. Deutschland stellt für die Unternehmensgruppe ZSNP einen Markt mit gewaltiger Absatzkapazität für unsere Primärproduktion und gleichzeitig einen starken Konkurenten mit hohem technischen Niveau bei der Aluminium-Finalisierung vor. Die deutsche Arbeitsgenauigkeit ist bezeichnend und allgemein bekannt, sie ist auch in der Qualität der Verarbeitung des Aluminiums in den Giesserei- und Press-Kapazitäten zu spüren. Trotz der hohen Ansprüche auf diesem Markt diversifizieren wir unsere Aktivitäten auch in dieser Richtung, da der Aluminiumverbrauch in Deutschland zu den führenden in der Welt gehört und jährlich rund 30 Kilogramm pro Einwohner beträgt.
Die Aktivitäten von Volkswagen in der Slowakei verzeichnen ein dynamisches Wachstum, realisiert werden neue Investitionen. Nach Äußerung von Herrn Michael Ulbricht von der deutschen Zentrale ist VW an der Ausweitung des Zulieferernetzes in der Slowakei interessiert. Wie stehen die Chancen Ihrer Produkte, vor allem der Alu-Abguße für die Automobilindustrie? In welchem Stadium befinden sich die Verhandlungen? Entsprechen Ihre Produkte bereits den strengen deutschen Anforderungen?
Wie ich bereits erwähnt habe exportieren wir nach Deutschland auch Alu-Abguße. Mit Anfang diesen Jahres haben sie sich mit mehr als 45 Millionen Kronen am Export beteiligt, davon gingen Produkte im Wert über 21 Millione Kronen an VW. Der Betrieb Giesserei, der Produzent dieser Abguße erhielt im Vorjahr das Qualitätszertifikat gemäß der ISO-Norm 9002, vorbereitet wird die Erreichung des Zertifikats VDA 6.1, einer strengeren Norm für Zulieferer von Autoherstellern.
Die
mögliche Ausweitung der Kooperation im Rahmen der Automobilindustrie macht
neue umfangreiche Investitionen auch in Ihrem Unternehmen notwendig. Welche
werden es sein, wie ist die Wirtschaftlichkeitsrechnung und die Rentabilität
der Investitionen, welche Effekte könnte diese Zusammenarbeit bringen?
Erwägen Sie bei diesen strategischen Plänen mit der Beteiligung eines ausländischen
Kooperationspartners?
ZSNP a.s. ist Miteigentümer der Gesellschaft GPA, die die größten slowakischen Unternehmen gegründet haben mit dem Ziel der Vorbereitung und Anlauf der Automobilproduktion in der Slowakei. Wir bereiten ein umfangreiches Projekt der Entsorgung und Verarbeitung des Automobil-Schrotts. Bestandteil der langzeitigen Unternehmensstrategie ist auch die Orientierung auf den Automobilmarkt, wir möchten uns als zuverlässiger Lieferant von Alu-Abgußen durchsetzen. Die Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern schliessen wir nicht aus, wir wehren uns nicht vor der Schaffung gegenseitig vorteilhafter gemeinsamer Unternehmen. Für die Durchsetzung auf dem Markt der Abguße für die Automobilindustrie haben wir bereits die technische und technologische Ausrüstung der Giesserei angepasst und werden weitere Schritte in dieser Richtung unternehmen. Konkrete Schritte sind aber Sache einer konzeptuellen und strategischen Vorbereitung und Gegenstand von Handelsgesprächen.
Der Export von ZSNP a.s. erreicht 250 Millionen US-Dollar, in die EU-Länder geht davon der überwiegende Teil. Wie fassen Sie den Integrationsprozess der Slowakei in die EU auf? Welchen Einfluß würde auf Ihre Handelsaktivitäten eine Aufhaltung, oder eine Verlangsamung des Beitritts zur EU, auch in Bezug auf die Nachbarländer, in denen ZSNP ebenfalls interessante Handelsaktivitäten entwickelt?
Für die Produktion der Unternehmensgruppe ZSNP ist der slowakische Markt zu klein. Wir sind ein Exporteur mit Tradition, unsere Erzeugnisse sind den Kunden weltweit bekannt. Unsere Tochtergesellschaft SLOVALCO plaziert ihre Produktion im Vertriebsnetz der renomierten norwegischen Aluminiumgesellschaft Hydro Aluminium Norwegen. Ohne Rücksicht auf die Integration der Slowakei in die europäischen Wirtschaftsstrukturen werden wir unsere Außenhandelsaktivitäten weiter entwickeln und unsere Position auf den Auslandsmärkten weiter festigen. Wir haben keine andere Möglichkeit.
Vorbereitet von Peter Vámosi
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Slovak Trade FORUM