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| Gelegenheit für slowakische Zulieferer |
Die Firma Volkswagen hält mit ihren Investitionen von über 110 MillionenD-Mark alleine im Jahr 1998 die Spitzenposition bei den ausländischen Slowakei-Investoren. Volkswagen Bratislava wurde zum Symbol für maximale Effektivität der ausländischen Investitionen in der Slowakei. Die Konzernführung in Wolfsburg bewertet ihre "Expansion" äusserst positiv und bereitet weitere Projekte vor, die zur Belebung der Maschinenbau-Tradition in der Slowakei führen sollten. Der kaufmännische Geschäftsführer des Betriebes Dipl.-Ing. Jozef UHRÍK war vor sieben Jahren der Initiator der Entstehung der Firma auf der "grünen Wiese" und hält bis heute das Lenkrad in der Hand. Das Gespräch mit ihm könnte vor allem als Inspiration für geschicke Manager slowakischer Klein- und Mittel-Unternehmen dienen, denen Volkswagen die Chance gibt sich an der Herstellung von Automobilen mit Spitzenparametern zu beteiligen.
Herr Direktor, wodurch würden Sie Volkswagen in der Slowakei heute charakterisieren?
Sicher würde ich mit den Zahlen beginnen. Die Produktionsdynamik istsehr hoch. Im Vorjahr haben wir 40 000 Fahrzeuge, 269 000 Getriebe und 6 Mio. Komponenten hergestellt. Die Gesamtproduktion des Unternehmens belief sich auf 21,9 Mrd. slowakischer Kronen. In diesem Jahr erwarten wir die Produktion von 120 000 Fahrzeugen, 322 000 Getrieben und 7,2 Mio. Komponenten. Finanziell gesehen stellt die Produktion für 1998 einen Wert von 53,9 Mrd. SK dar. Bereits heute arbeiten wir an Bedingungen für die Nachhaltigkeit des deutlichen Wachstums auch in den nächsten Jahren, damit wir die Produktion spezifisch in Sortiment und Menge ausweiten können.
Die Regierung verabschiedete verschiedene Maßnahmen für die Erhöhung der Ausfuhr slowakischer Waren, Dienstleistungen und Bauarbeiten. Wie wird durch diese Tendenz Ihr Unternehmen beeinflußt?
Für die Automobil-Industrie ist eine große Zulieferer-Anzahl bezeichnend. Davon hat Volkswagen Bratislava 65 Prozent in der Slowakei. Neben Fertigungsteilen werden wir mit Werkzeug, Arbeitskleidung und -Hilfsmitteln, Regiematerial, Dienstleistungen, Energien und Bauarbeiten beliefert. Damit unterstützen wir die Beschäftigung, sowie die Entwicklung der Produktion und der Dienstleistungen in der Slowakei. Die Stabilität und das Jahreswachstum schufen eine ganze Reihe heimischer Zulieferer von hoher Qualität. Einige von Ihnen, die in unseren Räumlichkeiten begonnen haben, haben bereits eigene Firmenräume. Das ist unser Beitrag zur Restrukturiierung der slowakischen Industrie. Auf dem angetretenen Weg wollen wir selbstverständlich weitermachen. Die Nähe der Zulieferer reduziert die Kosten durch die Senkung der Transportausgaben und erleichtert die operative Produktionssteuerung. In der gegeben Zeit stellt der Zulieferer Teile einer bestimmten Art und Menge her, die gebraucht wird. Das trägt zur radikalen Senkung der Lagerbestände. Die Entwicklung unseres Unternehmens beschränkt sich nicht nur auf Bratislava. Wir dringen schrittweise weiter in die Slowakei vor.
Wie betrachten Sie die Bemühungen anderer Automobil-Produzenten ihre Produktion in der Slowakei anzusiedeln?
In der Slowakischen Republik verkaufen wir jährlich rund 75 000 Fahrzeuge der 20 Marken. Das stellt 1 Prozent des Produktionsumfanges des Volkswagen-Konzerns dar. In dieser Hinsicht ist es schwer eine Automobil-Fabrik auf die Bedürfnisse eines kleinen Landes, wie es die Slowakei ist, zu dimensionieren. Wir berücksichtigen vorrangig die Bedürfnisse des gesamteuropäischen Marktes und unterstützen die Bemühungen anspruchsvolle Automobil-Märkte in Frankreich, Deutschland oder Italien zu penetrieren. In diesem Sinne werden für uns die neuen Produktionskapazitäten keine Konkurrenz in der Slowakei, sondern in Europa, darstellen. Im Gegensatz, die Anwesenheit eines weiteren Automobil-Herstellers wird den Vorteil mit sich bringen, daß die Automobil-Industrie-Zulieferer ihre Produktion erhöhen werden können. Das wird sich in der wachsenden Qualität und im sinkenden Preis widerspiegeln. Die kooperierenden Unternehmen werden in progressive Technologien investieren können.
Neben dem Posten des kaufmännischen Geschäftsführers üben sie auch die Funktion des Präsidenten der Vereinigung der slowakischen Automobil-Industrie aus. Welche Aufgaben und Ziele verfolgen die Zulieferer der Automobil-Industrie in dieser Vereinigung?
Die Vereinigung der slowakischen Automobil-Industrie wird in der Gegenwart für den am Besten funktionierenden professionellen Verband im Rahmen der OICA gehalten. Das wird durch ihr Aufbaukonzept gewährleistet. Er besteht sowohl aus juristischen Personen - den Herstellern, den Prüfanstalten, den Vertriebsorganisationen und den Bildungseinrichtungen, als auch aus physischen Personen, die durch den Verein der Automobil-Ingenieure der Slowakei vertreten werden. Die Produktionsentwicklung in Bratislava trug zur Gründung einer Sektion der Zulieferer der Automobil-Industrie bei. Ihr Ziel ist die Koordinierung der Aussteller-Aktivitäten , wir bemühen uns das Sortiment und die Produktqualität der Unternehmen sichtbar zu machen um schliesslich als Zulieferer in den Großhandel auf ansprochsvolle europäische Automobilmärkte einzudringen. Die erste bedeutende Aktivität der Sektion war die Verarbeitung des Konzeptes der Teilnahme der slowakischen Zulieferer an internationalen Messen. Das Konzept soll auf der Messe in Leipzig erstmalig erprobt werden.
Die intensive Koordinationstätigkeit bei dem Messen und die Aktivität im Rahmen des europäischen OICA-Verbandes haben bereits erste Früchte gebracht. Der Autosalon in der westslowakischen Stadt Nitra wurde zwischen die registrierten Autosalons Europas aufgenommen.
Vorbereitet von Michal Maaš
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Slovak Trade FORUM