Slowakische Produzenter werden in Deutschland heimisch

Erfahrungen mit dem Markt in Deutschland haben tausende slowakische Firmen gemacht. Wie sind diese gewesen, danach haben wir einige von ihnen gefragt.

Dipl.-Ing. Dušan Hordoš, Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor, CHEMKO AG, Strážske:

Wir exportieren mehr als 73 Prozent der Produktion in 45 Länder der Welt. Zu unseren bedeutendsten Märkten gehört die Tschechische Republik und Deutschland, wohin werden chemische Produkte ausgeführt. Die Qualität der Produkte wird auch dank unseres Qualitätssicherungssystems gemäß der ISO-Normen der Reihe 9000 gewährleistet.

Dipl.-Ing. Cyril Kulich, Generaldirektor, SEZ AG, Dolný Kubín:

Auf dem deutschen Markt stehen wir am Anfang. Gute Kontakte haben wir zur Firma Siegeriung. Wir exportieren Industrie-Steckdosen und Schaltkästen, jedoch unser Produktionsprogramm ist größer: Elektroinstalations-Material, Schaltgabeln, Endschalter, Verbindungselemente, sowie Reihenklammern. Unsere Aktiengesellschaft erreichte das Qualitäts-Zertifikat gemäß ISO 9001. Unser Produktionsprogramm wurde Ende April auf der Hannover-Meße 98 ausgestellt.

Dipl.-Ing. Michal Marek, CSc., Miteigentümer, Drevoexport GmbH, Žilina:

Auf den deutschen Markt leifern wir Schnittholz, Möbelfurniere und arbeiten im Bereich der Einfuhr mit. Ich denke, dass bei der Entfaltung inernationaler Kontakte den Firmen das Wirtschaftsministerium der Slowakischen Republik und die Slowakische Handels- und Industriekammer behilflich sein sollte. Unsere Erzeugnisse präsentieren wir auf Ausstellungen, wo wir Kontakte knüpfen. Zu Deutschland hatten wir bereits in Vergangenheit gute Kontakte.

Dipl.-Ing. ¼ubomír Kollárik, Generaldirektor, PPA Control AG, Bratislava:

Unsere handelswirtschaftliche Beziehungen zu Deutschland sind sehr gut. Wir arbeiten mit der Firma Siemens bei Aufträgen in der Slowakei zusammen. Wir sind bemüht jährlich unsere Ausfuhr nach Deutschland zu verdoppeln. Konkret kooperieren wir im Bereich der Elektrotechnik und der Verteilertechnik. Nach Deutschland werden Komponente für die Technologie LON Works, die wir herstellen (Geräte für dezentralisierte Steuerungssysteme) geliefert. Wir beschäftigen 850 Mitarbeiter, haben 14 Tochtergesellschaften, davon 4 im Ausland, unser Jahresumsatz stellt eine Summe von 2,5 Mrd. Sk dar.

Dipl.-Ing. Ján Hajzuk, Generaldirektor, Ing. ¼uboš Kupec, Marketingleiter, Pohronské strojárne AG, Division Giesserei, Hliník nad Hronom:

Im Handel mit Deutschland arbeiten wir vorerst mit zwei Firmen zusammen. Diese kaufen von uns Abguße aus Graugußeisen - roh oder bearbeitet - im Jahresvolumen von 5,5 bis 7,5 Mill. Sk. Beim indirekten Export arbeiten wir mit slowakischen Unternehmen zusammen, die ihre Produkte im Bereich der Automobil-Industrie nach Deutschland ausführen, für 3 bis 4 Mill. Sk jährlich. Wir stellen Bergbaulokomotiven, Bergbautechnik, Bergbauwaggons, industrielle Absauganlagen mit Leistung von 10 kiloWattstunden aufwärts, landwirtschaftliche Technik, konkret Tellereggen, Zerkleinerungswalzen, Abguße aus Graugußeisen her.

Dipl.-Ing. O¾ga Kolesárová, Vorstandsvorsitzende und Generaldirektorin, Technická guma AG, Hnúša:

Wir führen vorallem in die EU-Länder aus, nach Deutschland exportieren wir Produkte für Autozubehör, gegenwärtig sind es gummibeschichtete Gußeisen- oder Aluminium-Felgen. In Prozent an der Gesamtproduktion gesehen war der Exportanteil im Jahre 1992 22,5 Prozent, zwei Jahre später waren es 36,2 Prozent und in den ersten 2 Monaten 1998 waren es 38,6 Prozent. Wir wollen beträchtlich die Produktion der technischen Gummierzeugnisse ausweiten. Unsere hohe Qualität wurde durch Zertifikate 1997 und 1998 bestätigt. Wir haben erfolgreich einen Audit der Firma Škoda Auto AG Mladá Boleslav bestanden.

Dipl.-Ing. Juraj Šišmiš, Generaldirektor, Biotika AG, Slovenská ¼upèa:

Wir sind der einzige slowakische Hersteller antibiotischer Substanzen und einer der führenden Penicilin- und Chlortetrazyklin-Produzenten Mitteleuropas. Unser Produkt-Portfolio stellen gegenwärtig Substanzen, Arzneiformen für den Bereich der Human- und Veterinärmedizin, Vitamin-Mineralien-Mischungen, Medikamente für Tiere, Kosmetik und organische Düngemittel dar. Mit Deutschland haben wir langjährige Kontakte mit Herstellern, bei denen wir Rohstoffe, Vitamine guter Qualität, für unsere Produkte einkaufen. Z.B. ADM SOYA MAINZ ist ein langjähriger Zulieferer für Soya-Schrott und Soyaöl, die Firmen Hoffmann La Roche und BASF liefern uns Vitamine der Qualität feed gradea pharma, von der Firma Degussa führen wir DI-Metionin und Nikotinamid ein, Laborchemikalien besorgt für uns die Firma MERCK, Zulieferer der technologischen Anlagen und des Verpackungsmaterials sind fie Firmen MAUSER und LAROX.

Dipl.-Ing. Eduard Kuraj, Direktor, Prakovská oceliarska spoloènos GmbH, Prakovce:

In Deutschland arbeiten wir mit drei Kunden zusammen: Trikes, Fritmüller und VTC-Schilbitz. Diese umfasst ein Jahresvolumen von rund 10 Mill. Sk. Das größte Interesse besteht an Abgußen aus formbarem Gußeisen. Die Maschinenbau-Produktion in der Slowakei ist stark dezimiert, deshalb bedeutet der Export für uns einen Ausweg.

Dipl.-Ing. Karol Šátek, Handelsmanager, Elektrosvit, AG, Nové Zámky:

Unsere Handelskontakte zu Deutschland entsprechen nicht unseren Vorstellungen. Am Gesamtexport beteiligt sich Deutschland mit 3 Prozent, unsere Möglichkeiten wären größer. Unsere Ausfuhr ist hauptsächlich auf Leuchtkörper orientiert.Die Hälfte des Exports wird auf Spezialbestellung gefertigt, die andere Hälfte sind für Lieferungen und Motoren. Wir sind an der Zusammenarbeit mit deutschem Partner interessiert, auch deshalb waren wir bereits das siebente Mal auf der größten Industriemeße in Hannover. Weitere Partner in diesem Territorium möchten wir für Handels- und Produktionszusammenarbeit gewinnen.

Dipl.-Ing. Marián Franek, Handelsdirektor, Automobilová doprava, Èadca:

In Deutschland arbeiten wir mit mehreren Firmen zusammen. Für CS-Passau fangen wir mir der Herstellung der Achsen-Komponente mit einem Umsatz von rund 1 Mill. D-Mark an. Für die Firma John-wir in Mannheim stellen wir Zahnräder her, mit einem Gewinn von rund 1 Mill. D-Mark. Die Zusammenarbeit mit beiden Partnern wollen wir um eine weitere Million D-Mark erhöhen. So wie alle Maschinenbauer streben wir eine Zusammenarbeit mit der Firma Volkswagen an. Das ist unsere Perspektive für die Zukunft.

Dipl.-Ing. Jozef Varali, Generaldirektor, JAS AG, Bardejov:

60 Prozent der Produktion geht ins Ausland. Wir beliefern die westlichen Märkte und in der EU, davon die Hälfte geht nach Deutschland. Konkret sind es die Marken Puma, Elefanten, Romika. Es handelt sich hauptsächlich nicht mehr um Lohnarbeit, sondern wir kaufen das Material ein und exportieren fertige Waren.

Dipl.-Ing. Štefan Pinter, Finanz- und Personaldirektor, Zlievárenská spoloènos GmbH, Hronec:

Die Handelsbeziehungen zu Deutschland sind recht lebhaft. Den überwiegenden Teil unserer Produktion führen wir auch nach Österreich und Italien aus. Auf den deutschen Markt bringen wir Produkte aus Graugußeisen. Wir stellen Abgüße für Drehbänke, für Traktoren her. Der Absatz in der Slowakei ist schwach. Wir müßen die Auslandsmärkte von unserer Wettbewerbsfähigkeit überzeugen.

Dipl.-Ing. Jozef Jasenák, Geschäfsführer, Slovenský zváraèský inštitút GmbH, Trnava:

Im Vorjahr haben wir an der weltgrößten Ausstellung für Schweißtechnik in Essen teilgenommen. Wir führen Ingeneering im Bereich des Schweißens, Forschungen im Bereich der technischen Wissenschaften und Schulungen durch. Die Qualitätssicherung besorgt das System ISO 9001 und internationale Standards. Wir wollen ein Schulungszentrum mit internationaler Akzeptanz werden, bereits in diesem Halbjahr wird mit unserem deutschen Partner der Zertifizierungsprozess eingeleitet, wir stellen ein gesamteuropäisches Projekt in Magdeburg vor, an dem mehrere Institutionen mitwirken.

Slovak Trade FORUM